Kategorie: abpflastern 2025

  • 180 m² abpflastern in Beckum

    180 m² abpflastern in Beckum

    Diesen Oktober war es endlich so weit: Das erste große Entsiegelungsprojekt in Beckum! 🥳
    Gemeinsam mit über 30 motivierten Ehrenamtlichen wurden im Beckumer Gewerbegebiet 180 m² versiegelte Fläche von Pflastersteinen befreit – und der Natur zurückgegeben. 🌱💚


    Der Weg zur Umsetzung geht durch die Verwaltung
    Damit die Entsiegelungsaktion umgesetzt werden konnte, brauchte es klare Zuständigkeiten, gute Argumente und jemanden, der den Prozess innerhalb der Verwaltung koordiniert.
    Max, Biodiversitäts- und Klimacoach und gleichzeitig Klimaschutzbeauftragter der Stadt Beckum, war in der idealen Position, um die internen Prozesse ins Rollen zu bringen.

    Zunächst nahm er Kontakt zur Stadtplanung auf, die für die Flächenverwaltung zuständig ist. Grundsätzlich stieß das Vorhaben dort auf Interesse – allerdings ist es aufgrund der hohen Flächenkonkurrenz im Stadtgebiet oft schwierig, freie und geeignete Orte für eine Entsiegelung zu finden.

    Im Austausch mit dem Bauhof, der für die Pflege der städtischen Flächen verantwortlich ist, entstand schließlich die entscheidende Idee: Zwei bestehende, bislang wenig genutzte Flächen vorzuschlagen, die ursprünglich einem anderen Zweck dienten.

    Gemeinsam wurden daraufhin die Projektkosten der Entsiegelung den bisherigen Pflegekosten gegenübergestellt. Dabei zeigte sich schnell, dass eine naturnahe Bepflanzung den langfristigen Pflegeaufwand deutlich reduzieren würde – und somit sogar finanzielle Einsparungen für die Stadt möglich sind.

    Mit dieser Grundlage gab die Stadtplanung schließlich ihr OK, stellte die notwendigen Gelder für das Projekt bereit und beauftragte den Bauhof offiziell, die Umsetzung zu unterstützen. Damit war der Weg frei für Beckums erstes großes Entsiegelungsprojekt. 🌱🙌

    Ein geeigneter Ort für mehr Natur
    Die entsiegelten Flächen liegen in der Nähe eines kleinen Bachs, umgeben von Sträuchern und Bäumen.
    Ursprünglich waren sie als Pausenbereiche für die Arbeiter:innen des Gewerbegebiets gedacht, wurden allerdings nie genutzt, dafür aber häufig als Müllablage missbraucht. Perfekte Voraussetzungen also, um daraus etwas Sinnvolles zu machen – für Klima, Artenvielfalt und ein schöneres Stadtbild. 🐝 🌳


    Viele Hände, ein Ziel
    Damit das Projekt gelingt, brauchte es schließlich noch Helfer:innen.
    Die Stadt Beckum und Grün statt Grau riefen über die sozialen Medien zur Teilnahme auf – mit Erfolg! Es kamen sogar mehr Menschen als angemeldet. 💚
    Dank Werkzeug vom Bauhof, vom Verein und von Privatpersonen stand einer erfolgreichen Entsiegelungsaktion nichts mehr im Weg.


    Gemeinsam anpacken – Beton raus, Leben rein
    Was für ein Gefühl: Freude, Motivation, Verbundenheit und richtiger Tatendrang lagen in der Luft.
    Mit Schaufeln, Spaten, Spitzhacken und bloßen Händen rückten die Helfer:innen den Betonsteinen zu Leibe. In Bottichen und Schubkarren wanderten sie zu bereitgestellten Mulden – die nach zwei Stunden so voll waren, dass wir zwangsläufig Feierabend machen mussten. 😅🧱
    Begleitet wurde die Aktion zudem von der lokalen Presse: Die Glocke war vor Ort und veröffentlichte einen Bericht über die erfolgreiche Entsiegelung und hob besonders das Engagement der Teilnehmenden hervor. 📰
    Am nächsten Tag übernahmen die städtischen Betriebe Beckum: Sie entfernten die restlichen Steine, trugen den Schotter ab und füllten alles mit Erde auf. Mittlerweile sind die Flächen standortgerecht begrünt – und werden nach wenigen Jahren der Natur komplett überlassen. 🌿✨


    Ein Projekt mit Herz – und Zukunft
    Dieses Projekt hat uns (Max & Sarah) über mehrere Monate begleitet – und es schließlich so erfolgreich umzusetzen, war ein Moment voller Erleichterung, Stolz und purer Freude. 💚
    Die Idee entstand im Rahmen unserer NABU-Ausbildung zu Biodiversitäts- und Klimacoaches. Durch meine parallele Arbeit bei Grün statt Grau konnten wir zusätzlich auf wertvolle Vereinsressourcen zurückgreifen – ein perfektes Zusammenspiel. Es wurde gerade noch im Rahmen des Abpflaster-Wettbewerb umgesetzte. Dieser fand zum ersten Mal in diesem Jahr deutschlandweit statt: Städte treten spielerisch gegeneinander an und versuchen die meisten Flächen zu entsiegeln. Da in Münster große Projekte bisher nicht bis in die Umsetzung gekommen sind, war es schön zum Ende des Wettbewerbs im Münsterland noch ein so tolles Abpflaster- Projekt umzusetzen.
    Die Aktion hat eindrucksvoll gezeigt: Entsiegeln geht! Schnell, wirksam und mit einer großen Portion Teamgeist. Gleichzeitig wurde deutlich, wie entscheidend die breite Unterstützung der kommunalen Verwaltung ist – sowohl personell als auch finanziell.
    Als echtes Pilotprojekt hat uns diese Aktion wichtige Einblicke verschafft: Welche Stellen müssen beteiligt werden? Wer entscheidet was? Und wie kommt eine gute Idee überhaupt in die Umsetzung?
    Die Antworten darauf nehmen wir mit – für viele weitere Abpflaster-Projekte. 🌿✨


    Und jetzt seid ihr gefragt:

    Kennt ihr versiegelte Ecken, die längst wieder grün sein sollten?
    Tragt sie gerne auf unserer interaktiven Karte ein – oder schreibt uns direkt!
    Wir bleiben dran – für ein grüneres, klimafreundliches Münsterland. 🌿💚✨

  • Veranstaltungen 2025: Abpflastern in Münster!

    Veranstaltungen 2025: Abpflastern in Münster!

    Im September fanden in Münster wieder zahlreiche Aktionen rund um Nachhaltigkeit statt – ein idealer Rahmen, um das Thema Entsiegelung sichtbar zu machen 🌱. Auch wir waren an mehreren Tagen mit Informations- und Mitmachangeboten vor Ort.

    Während der Tage der Nachhaltigkeit hatten wir einen farbenfrohen Stand auf dem Markt der Möglichkeiten 🎨🌼. Besucher:innen konnten auf einer großen Münster-Karte Orte markieren, die aus ihrer Sicht entsiegelt werden sollten und sich über den Abpflaster-Wettbewerb informieren. Zusätzlich führten wir eine kleine Umfrage zum Thema Entsiegelung durch und gaben unseren Leitfaden mit praktischen Tipps für das Abpflastern vor der eigenen Haustür aus 📋. Blumen, Erde und kreative Aktionen sorgten dafür, dass viele spontan stehenblieben – und es ergaben sich schöne Gespräche über Bodengesundheit, Gestaltungsmöglichkeiten und die Wirkung kleiner Maßnahmen im Alltag ⛏️🌿.

    Kurz darauf folgte die bundesweite Woche für Klimaanpassung, deren Höhepunkt in Münster wieder der Parking Day war 🚲🛣️. Die Geiststraße wurde für den Autoverkehr gesperrt und für einen Tag in einen offenen, gemeinschaftlichen Freiraum verwandelt 🌻. Bei strahlendem Sonnenschein kamen Nachbarschaft, Umweltgruppen und viele interessierte Besucher:innen zusammen. Der Parking Day macht jedes Jahr sehr deutlich, wie viel Fläche normalerweise für Autos reserviert ist – und welches Potenzial entsteht, wenn diese Flächen kurzfristig umgewidmet werden 🌳 ☀️.

    Auch wir waren erneut mit dabei: Wir verteilten Flyer und Informationen, berichteten über Möglichkeiten des Abpflasterns im eigenen Umfeld und nutzten unsere Picknickdecke als Ausgangspunkt für viele gute Gespräche 🧺✨. Der kleine Erdhaufen mit Bäumen und Spielbaggern, der schon im Vorjahr viele Kinder angezogen hatte, war ebenfalls wieder dabei 🌱🚜.

    Beide Veranstaltungen zeigten, wie niedrigschwellig der Einstieg ins Thema sein kann und wie groß das Interesse an praktischen Lösungen ist. Sie sind wichtige Anlässe, um ins Gespräch zu kommen, Menschen zu vernetzen und konkrete Ideen für mehr Entsiegelung und Freiraumgestaltung in Münster zu entwickeln.

    Vielen Dank an alle, die vorbeigekommen sind und diese Tage mit ihrem Engagement bereichert haben! 💚

  • Förderzusage und Stellenausschreibung

    Förderzusage und Stellenausschreibung

    Wir haben großartige News, die wir mit euch teilen wollen: Nach viel Arbeit im letzten Jahr haben wir endlich eine Förderzusage von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW bekommen!

    Das bedeutet: Unsere bisher ehrenamtliche Arbeit kann jetzt bezahlt werden 💼 – zumindest bis Ende Februar 2026. Damit finanzieren wir u.a. unsere Öffentlichkeitsarbeit, Koordination und Bildungsarbeit. Auch Sachkosten & Honorare sind abgedeckt 💸

    Jetzt geht’s in die nächste Runde 🚀 – wir stecken mitten in den Vorbereitungen, unsere Vereinsarbeit auf ein neues Level zu bringen 📈

    👉 Dafür suchen wir Verstärkung!
    Zum nächstmöglichen Zeitpunkt wollen wir die Stelle „Projektleitung abpflastern Münster“ besetzen (Ausschreibung hier)

    Zusätzlich suchen wir jemanden auf Honorarbasis fürs Weiterbauen an unserer Website. Interessierte können sich gerne bei uns melden: info(AT)gruen-statt-grau.org 🖥️

    Wir freuen darauf mit euch gemeinsam Fahrt ins „Abpflastern“ zu bringen💥🌿

  • Unsere zweite Entsiegelung an der Realschule im Kreuzviertel

    Unsere zweite Entsiegelung an der Realschule im Kreuzviertel

    Dort wo andere nur reden, schafft Inge vom Verein Grün statt Grau e.V. Fakten. Sie hatte die Idee eine kleine Entsiegelung mit Fassadengrün an einer Schule in ihrer Nachbarschaft zu ermöglichen und schritt sogleich zur Tat. Zunächst hat sie die Schulleiterin der Realschule angesprochen, ob sie sich eine Fassadenbegrünung auf dem Schulhof vorstellen kann. Diese war gleich begeistert und nannte Lehrkräfte und eine Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern, die gern derartige Aktionen durchführen könnten.

    Nun mussten nur noch die richtigen Behörden ihre Zustimmung geben. Schnell fand sie den richtigen Kontakt in der Stadtverwaltung Münster bei der Abteilung Gebäudemanagment, der für das Gebäude der Schule zuständig ist. Ein Foto für die vorgesehene Fläche für die Abpflasterung und Bepflanzung hatte Inge beigefügt. Herr Schramm von der Stadt signalisierte schnell die Unbedenklichkeit. Dennoch musste Inge einen Mitarbeiter des Grünflächenamtes ebenso hinzuziehen. Auch dieser meldete zurück, dass eine Abpflasterung und Bepflanzung möglich sei. Ein toller Erfolg, denn die Mühlen der Bürokratie mahlen oft wesentlich langsamer.


    So konnte Inge an einem Montagmorgen im April mit Blumenerde, zwei Clematis, ein paar kleinen Blumen, einem Brecheisen und einigen kleinen Schüppchen zur Schule im Kreuzviertel aufbrechen. In einem kurzen Gespräch mit den Jugendlichen stellte sie den Verein Grün-statt-Grau e. V. Münster und die Ziele des Vereins vor. Die Jugendlichen waren ebenso begeistert und wollten gleich ran an die Arbeit.

    Inge war überrascht, wie flott die 32 Pflastersteine von den Jugendlichen aufgehoben wurden und die Fläche von Schutt befreit wurde. Das Einsetzen der Pflanzen zeigte bereits einen schönen Erfolg. Der Hausmeister unterstütze die Gruppe netterweise und bohrte die Löcher für die Rankhilfen

    Während der Arbeit kamen Lehrerinnen und Lehrer und viele Schülerinnen und Schüler um die getane Arbeit zu loben und freuten sich über die bereits blühenden Blumen. Da die Aktion kurz vor den Osterferien stattgefunden hat, versprach Inge der Schülergruppe, das Beet während der Ferien zu gießen. Danach sind sie für die weitere Pflege verantwortlich.

    Inge hat die Aktion mit den Jugendlichen und Lehrkräften viel Spaß gemacht. Die Jugendlichen und die Lehrkräfte freuen sich über die Verschönerung ihres Schulhofes und ein kleiner Beitrag für mehr Artenreichtum und kühleren Orten bei heißen Sommern wurde geleistet. Einen großen Dank an alle, die mitgemacht haben.

  • Unser erstes Mal abpflastern

    Unser erstes Mal abpflastern

    Vor wenigen Tagen haben wir in Münster die ersten Pflastersteine entfernt und durch rankende Clematis-Pflanzen und bunte Stauden ersetzt. Der Einsatz mit Vertreter*innen der Klimastabstelle Münster und der Provinzial hat viel Spaß gemacht. Gemeinsam rufen wir zum ersten bundesweiten Entsiegelungs-Wettbewerb abpflastern der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz auf.

    Insgesamt konnten wir 18 Pflastersteine – etwa einen Quadratmeter Versiegelung – entfernen. Das klingt erst mal wenig. Wenn dieses Beispiel aber die Runde macht und Straßenzug für Straßenzug begrünt wird, macht das einen echten Unterschied, z.B. bei Hitze im Sommer. Das Haus in der Kettelerstraße fällt nun durch schöne und kühlende Fassadenbegrünung direkt am Gehweg auf.

    Übrigens: Die Erlaubnis für Beete für Fassadenbegrünung an Gehwegen kann man ganz einfach bei der Stadt beantragen.

    Viele Passant*innen und Nachbar*innen sind neugierig vorbeigekommen und freuten sich über das neue, bunte Grün. Denn mal ehrlich: Menschen fühlen sich in der naturnah gestalteten Stadt einfach wohler als in kahlen Betonwüsten.

    Wenn du auch beim Wettbewerb mitmachen willst, schick uns eine E-Mail. Selbst wenn du kein*e Grundstückseigentümer*in bist, kannst du dich gerne melden. Wir helfen dir bei der Kontaktaufnahme zum*r Vermieter*in und bereiten den Weg für artenreiche Blumenbeete.

  • Nur noch 24 Tage – dann heißt es abpflastern!

    Nur noch 24 Tage – dann heißt es abpflastern!

    Na, habt ihr auch Lust, die Stadt lebenswerter zu gestalten? Graues Pflaster in lebhaftes Grün zu verwandeln? Dann seid ihr nicht alleine! Und dieses Jahr habt ihr die perfekte Möglichkeit, die Stadt mit anderen begeisterten Menschen zu gestalten. Mach mit beim Entsiegelungs-Wettbewerb abflastern. Am 21. März geht es los!

    Versiegelte Böden – etwa durch Pflastersteine, Asphalt oder Beton – sind ein Problem. Sie machen die Stadt anfällig für Hitze und Überflutungen und sind auch einfach ungemütlich – sowohl für den Menschen als auch die Artenvielfalt.

    abpflastern ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem Städte und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit Flächen entsiegeln. Und wir von Grün statt Grau e.V. sind selbstverständlich mit dabei! Beim abpflastern nehmen Anwohner:innen und Kommunen gemeinsam die Schippe in die Hand – für den Sieg im Wettbewerb und für die Zukunft ihres Wohnortes.  

    Die Frage lautet: Wer pflastert am meisten ab? Wird Münster einen der oberen Plätze der Rangliste besetzen können? Jeder Quadratmeter zählt! Und gemeinsam können wir die Stadt viel schöner, artenreicher und klimasichererer gestalten.

    Du möchtest mitmachen und beim Abfplastern helfen oder sogar eine versiegelte Fläche zur Verfügung stellen? Dann melde dich bei uns.

  • Entsiegelung, Klimaanpassung und Grundwasser – Veranstaltung am 7.11.

    Entsiegelung, Klimaanpassung und Grundwasser – Veranstaltung am 7.11.

    Grün statt Grau e.V. lädt am Donnerstag, den 7. November um 18 Uhr dazu ein, sich eine schönere, grünere und resilientere Stadt vorzustellen. Mit co-kreativer Entsiegelung und Gestaltung von innerstädtischen Flächen können neue Freiräume für Begegnung, Biodiversität und Klimaanpassung geschaffen werden.

    PD. Dr. Patricia Göbel beleuchtet das Thema im Hinblick auf die grundwasserbewusste Stadt(-entwicklung). Sie ist Sprecherin des AK „Grundwasser in der Stadt(-entwicklung)“ der FH-DGGV e.V. und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Münster am Institut für Geologie und Paläontologie (Angewandte Geologie).

    Im Anschluss geben wir euch einen Ausblick auf den Entsiegelungswettbewerb „Münster abpflastern“, der im Frühjahr 2025 in Kooperation mit der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz stattfinden wird. Wer hilft mit, Grau durch frisches Grün zu ersetzen?

    Wann? Donnerstag, 7.11.2024, 18 – 20 Uhr

    Wo? Haus der Nachhaltigkeit, Hammer Str. 1, 48153 Münster

  • Entsiegelungs-Pop-Up

    Entsiegelungs-Pop-Up

    Der Parking Day

    Der diesjährige Parking Day hat uns mit wunderbarem Wetter und viel Zuspruch beschehrt. Die Bildersprechen ihre eigene Sprache. Für fast alle Menschen, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind, ist es ganz klar, dass Flächen in der Stadt entsiegelt und begrünt werden müssen. Für Schatten und Kühle im Sommer, für die Wasseraufnahme bei Starkregen im Herbst, für die Fußgängerfreundlichkeit und einfach ein besseres Lebensgefühl. Denn es ist nachgewiesen, dass eine grüne, naturnahe Gestaltung der Stadt das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit von Menschen verbessert. Während des Parking Day waren besonders Kinder mit ihrer Neugier und ihrem Erkundungsdrang ganz spielerisch mit dem neuen, wenn auch kurzfristig errichteten, grünen Ort in Kontakt.

    Erfolg beim Sparkassen-Wettbewerb „Gemeinsam nachhaltig“

    Der Zuspruch für unsere Ideen und Konzepte, die wir in die Umsetzung bringen wollen, wird auch von anderer Seite immer deutlicher. Beim Sparkassen-Wettbewerb „Gemeinsam nachhaltig“ haben über 300 Menschen für uns abgestimmt und wir haben so 500 Euro von der Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost erhalten. Kurz nach der Auswertung der Jury rief uns dann eine Mitarbeiterin der Stadt an. Sie sagte uns, dass wir ganz knapp auch den Sonderpreis über 7500 Euro erhalten hätten und motivierte uns, das Projekt im nächsten Jahr wieder einzureichen.

    Abpflastern in Münster

    Das Geld könnten wir auch gut gebrauchen. Denn im nächsten Jahr wollen wir den Entsiegelungs-Wettbewerb „Abpflastern“ in Kooperation mit der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung aus Koblenz nach Münster bringen. Wir hoffen, bald ko-kreative Entsiegelungs- und Begrünungsaktionen ermöglichen zu können. Neben der fininziellen Unterstützung fehlt es momentan vor allem an Flächen. Unsere Zusammenarbeit mit der Stadt schreitet nur langsam voran, so dass wir auf private Eigentümer*innen angewiesen sind. Kennst Du Eigentümer*innen, die ihr Grau zu frischem Grün umwandeln wollen oder auch nur eine kleine Fassadenbegrünung in Erwägung ziehen würden? Wenn ja, melde Dich gerne bei uns.

  • Eine Fläche „spenden“?!

    Eine Fläche „spenden“?!

    Egal ob wir im Zentrum der Stadt oder in Randgebieten leben, ob wir jung sind oder alt, auf ein Auto angewiesen sind oder nicht, in Münster geboren oder zugezogen sind: Wir alle möchten in einer Stadt leben, die saubere Luft, Platz für Begegnung, kühlen Schatten bei Hitze und Sicherheit vor Starkregen bietet.

    Flächenkonkurrenz in der Stadt

    Doch verfügbare Flächen in Städten sind rar. Sie werden für Wohnen, Verkehr und Gewerbe benötigt. Freie Flächen für artenreiches Grün mit Bäumen oder Stauden, Aufenthaltsmöglichkeiten oder Spielgelegenheiten gibt es kaum. Grünflächen haben keinen direkten finanziellen Nutzen für die Stadt und oft ist zu wenig Geld für ihre Pflege da. Entsiegeln und Begrünen ist kostspielig.

    Gemeinsam gehts!

    Wir haben eine Lösung bei der alle gewinnen! Wir rufen Menschen dazu auf ihre Fläche zur Verfügung zu stellen, um sie gemeinsam mit uns und Anwohner*innen umzugestalten. In Frage kommen sowohl private Hinterhöfe als auch Flächen, die im Besitz von Institutionen (z.B. Stadt, Bistum, Unternehmen) sind. Wir von Grün statt Grau e.V. werben Gelder für die Umgestaltung des Platzes ein und koordinieren die partizipative Planung. In gemeinsamen und angeleiteten Arbeitseinsätzen, nehmen wir die Stadtentwicklung mit Flächeneigentümer*innen und Anwohner*innen selber in die Hand und schaffen neue grüne Oasen für alle.

    Aber was meint ihr genau mit spenden?

    Natürlich spendest du die Fläche nicht im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht darum die Fläche zur Verfügung zu stellen und gemeinsam mit uns und weiteren Freiwilligen die Neu-Gestalung zu planen und umzusetzen.

    Du bist neugierig geworden, hast Fragen oder möchtest eine Fläche spenden? Dann melde dich bei uns!

  • Grün statt Grau im Klimastadtvertrag

    Grün statt Grau im Klimastadtvertrag

    Die Stadt Münster möchte bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Dazu hat sie gemeinsam mit Unternehmen, Bürger*innen, Vereinen, Initiativen und Institutionen einen „Klimastadtvertrag“ verabschiedet. Er beinhaltet freiwillige und eigenen Beiträge von den verschiedenen Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft zum Erreichen der Klimaneutralität. Denn Klimaschutz geht nur gemeinsam!

    Als Grün statt Grau haben auch wir einen Beitrag eingereicht:

    Die Stadt Münster hat bisher weder ein flächendeckendes Konzept für Entsiegelungsmaßnahmen und naturbasierte Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel, noch ist die Sensibilisierung und die aktive Einbindung der Stadtbevölkerung in die Thematik ausreichend. Der Verein Grün statt Grau e. V. möchte daher unterschiedliche Akteur*innen zusammenbringen und innovative Bürger*innenbeteiligung ermöglichen, um Flächen für Entsiegelungs- und anschließende Begrünungsmaßnahmen zu identifizieren. Mit der Umsetzung soll die Adaptionsfähigkeit an Hitzewellen, Starkregen und urbane Sturzfluten erhöht, die Biodiversität im urbanen Raum und die CO2-Aufnahmekapazität von Boden und Pflanzen verbessert und zudem positive Wirkungen auf das Mikroklima sowie die Gesundheit und dass Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen erzielt werden. Teil des Prozesses sind eine breite Öffentlichkeitskampagne und ein Ideen-Wettbewerb, in dem die Bevölkerung aufgerufen wird, Orte in ihrer Nachbarschaft für Entsiegelung vorzuschlagen. Aus den Einreichungen wählt eine interdisziplinäre Jury aus Stadtverwaltung, Wissenschaft und Praktikerinnen – anhand von ihnen im Projekt zu entwickelnden ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien – die am besten geeigneten Orte aus. Als Ergebnis des Projekts entsteht ein Leitfaden zu Bürger*innenbeteiligung und klimagerechter Stadtentwicklung mit dem Fokus auf Entsiegelung als eine Möglichkeit zur Klimaanpassung und Aufwertung des urbanen Raums, der auf andere Kommunen übertragbar ist.

    Alle Beiträge der Stadtgesellschaft, das Commitment der Stadt, sowie den Aktions- und Investmentplan zu den Maßnahmen der Stadtverwaltung könnt Ihr unter www.klimastadt.ms nachlesen.