Erster Einsatz für den Pflasterlaster: Erfolgreicher Praxistest in Münster-Nienberge

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im Namen des Grün statt Grau e.V.

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Am 20. Juni 2026 war es so weit: Der Pflasterlaster war zum ersten Mal im Einsatz. Mit dem neuen kostenlosen Abholservice unterstützt unser Verein Menschen, die ihre Flächen entsiegeln möchten, aber keine Möglichkeit haben, Schotter oder andere Materialien selbst zu transportieren.

Der erste Praxistest führte uns nach Münster-Nienberge. Die Eigentümerinnen hatten bereits einen Teil der Pflastersteine entfernt und über Kleinanzeigen verschenkt. Was blieb, war der Schotter unter den Steinen – und genau der stellte die größte Herausforderung dar. Zwar gibt es in der Nähe einen Recyclinghof, dieser nimmt jedoch keinen Schotter an. Da die Eigentümerinnen kein Auto zur Verfügung hatten, suchten sie Unterstützung und wandten sich an unseren Verein.

Gut vorbereitet zum ersten Einsatz

Sarah, Tine und Inge aus unserem Verein haben den Einsatz übernommen. Morgens wurde zunächst ein Carsharing-Transporter abgeholt und mit allem ausgestattet, was für den Einsatz benötigt wurde: Big Bags für den Materialtransport, Werkzeuge und Behälter zum Verladen. Anschließend ging es nach Nienberge.

Vor Ort wartete ein etwa zwei Meter langer und 30 Zentimeter breiter Seitenstreifen entlang der Terrasse darauf, vollständig entsiegelt zu werden. Unter den Pflastersteinen kamen rund 40 Zentimeter Schotter zum Vorschein – deutlich mehr, als zunächst vermutet.

Gemeinsam wurde der Schotter mit Spitzhacke und Schaufel gelockert, mit der Schubkarre zu den Behältern transportiert und anschließend in den Transporter verladen. Ein kleiner Teil des Schotters blieb bewusst auf der Fläche, der Rest wurde abtransportiert.

Vom Garten direkt zum Recyclinghof

Mit dem voll beladenen Transporter ging es anschließend zum Recyclinghof in Münster-Coerde. Dort wurde das Fahrzeug vor und nach dem Entladen gewogen. Insgesamt wurden rund 300 Kilogramm Schotter entsorgt. Die Entsorgungskosten beliefen sich auf knapp 19 Euro, das Entladen selbst dauerte nur etwa zehn Minuten. Nach der Rückfahrt wurden Werkzeuge, Big Bags und Transporter wieder zurückgebracht. Der eigentliche Einsatz vor Ort dauerte rund zwei Stunden, hinzu kam etwa eine Stunde Fahrzeit.

Ein gelungener Test

Der erste Einsatz fand an einem heißen Sommertag statt und machte deutlich: Entsiegelung ist körperlich anstrengend – vor allem, wenn große Mengen Schotter bewegt werden müssen. Doch der Praxistest zeigte auch, wie wertvoll praktische Unterstützung sein kann. Gerade der Transport und die fachgerechte Entsorgung des Materials stellen für viele Menschen eine Hürde dar.

Für das Team war der erste Einsatz deshalb ein voller Erfolg. Der Pflasterlaster hat gezeigt, dass das Konzept funktioniert und genau dort unterstützt, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Wir freuen uns auf viele weitere Einsätze und darauf, gemeinsam mit engagierten Bürger*innen Münster Stück für Stück grüner zu machen.


Mit dem Pflasterlaster holen wir euer entsiegeltes Material kostenlos ab. So möchten wir dabei helfen, eine der größten Hürden bei der Entsiegelung zu überwinden.