Deine Entsiegelung in 5 Schritten

Eigene Fassade, Schottergarten, Einfahrt oder Innenhof – du entscheidest.

Fassade: Prüfe, ob sie intakt und rissfrei ist. Eine heile Wand lässt sich problemlos begrünen – und die Pflanzen wirken sogar isolierend! Hier dazu ein sehr guter Leitfaden der Stadt Münster.

Fassade am Bürgersteig vor dem Haus: Hier gilt – mindestens 1,5 m Durschgangsbreite müssen bleiben und es muss ein Antrag beim Tiefbauamt gestellt werden. (Tipp: Dokumentieren den Zustand mit Fotos, das hilft bei Anträgen oder späterer Nachweisführung.)

Auf privatem Grund kannst du direkt loslegen. Für den Bürgersteig brauchst du eine Genehmigung vom Tiefbauamt (Beispiel Münster). Dafür reicht meist ein formloser Antrag – eine Vorlage findest du bei uns. (Hinweis: bei tief wurzelnden Pflanzen vor dem Graben prüfen, ob Leitungen oder Kabel im Boden verlaufen!)

Überlege, ob du eine Fassadenbegrünung (mit oder ohne Rankhilfe) oder eine offene Grünfläche anlegst. Bei einer offenen Fläche haben heimische Bäume und Sträucher den größten Kühleffekt. Heimische Stauden oder Wildblumenwiesen fördern besonders bedrohte Insekten- und Vogelarten. Wähle regionale, insektenfreundliche Arten und vermeide invasive Pflanzen!

Jetzt geht es los: Steine raus, Erde und Pflanzen rein! Beim Bürgersteig darfst du leider nur 15-30 cm tief und breit entsiegeln. Bringe bei nicht selbst kletternden Pflanzen Rankgitter an. Achte auf die fachgerechte Entsorgung des Schutts.

Gieße in den ersten Wochen und an heißen Tagen regelmäßig am besten früh morgens oder abends. Bei standortgerechter Pflanzenauswahl musst du im zweiten Sommer i.d.R. nicht mehr gießen. Wenn du nachweist, dass mehr Regenwasser vor Ort versickert, kannst du eine Reduzierung der Abwassergebühr (hier Beispiel Münster) beantragen. Danke für deinen Einsatz für Biodiversität und Klimaschutz 🪏🌱